Auf dem Weg in die Bundesliga: Das Dart-Team „Snow Raider“ aus Meschede startet in der Qualifikation zur höchsten Liga. Wie die Jungs es angehen.

Meschede. Den größten Erfolg ihrer Teamgeschichte haben die „Snow Raider“ bereits vergangene Woche mit dem Meistertitel in der Bezirksliga geschafft. Jetzt soll es bei der Bundesliga-Qualifikationsrunde für die Soft-Darter aus Meschede noch höher hinaus gehen.

Die acht Männer im Alter von 20 bis über 50 Jahren spielen seit 2013 als Mannschaft zusammen. Von Anfang an dabei ist Frank Steffan. Der 53-Jährige freut sich besonders über den Erfolg, auf den er zwei Jahrzehnte lang hingearbeitet hat. „Ich fühle mich sehr erfüllt und freue mich auf die Herausforderung“, sagt der Familienvater, der mit seinen zwei Söhnen Dominik (25) und Dennis (22) den Dartssport betreibt. Um 9 Uhr fährt die Truppe am Sonntag aus Meschede los, ab 11 Uhr stehen in Lünen bei der Qualifikationsrunde Spiele gegen starke Gegner an. Dazu zählen insgesamt neun Mannschaften aus Ostwestfalen, Münster- und Siegerland sowie aus dem Ruhrgebiet. Zwei der neun Teams können sich für die Bundesliga qualifizieren.

Aufstiegs-Chance soll genutzt werden

Ein möglicher Aufstieg würde größeren zeitlichen Aufwand bedeuten, mit Blockspieltagen am Wochenende. „Da beginnt man um 14 Uhr und kommt mitten in der Nacht erst wieder nach Hause. Deshalb schrecken manche Teams davor zurück“, sagt Steffan. Im Falle eines möglichen Aufstiegs will er die Chance aber auf jeden Fall wahrnehmen. „Das lassen wir uns nicht entgehen“, kündigt er an. Eine besondere Vorbereitung auf den Wettkampf am Wochenende hat es nicht gegeben. Das liegt zum einen daran, dass die Sportler noch im Rhythmus der Saison sind und regelmäßig fleißig zu Hause trainieren. „Da wir viele Schichtarbeiter im Team haben, können wir uns nur selten gemeinsam zum Training treffen“, sagt Frank Steffan. Daher haben fast alle Mannschaftskollegen einen Darts-automaten zuhause, den man normalerweise nur in Gaststätten und Kneipen findet. „Der ist zwar teuer, aber dafür kann man jederzeit trainieren und hat seinen Spaß“, sagt der Mescheder, dessen gesamte Familie im „Dartsfieber“ ist.

Kleine Brötchen backt der 53-Jährige im Vorfeld der Quali-Runde nicht. Das Motto „Dabei sein ist alles“ gilt für ihn nicht. „Wir rechnen uns schon etwas aus und wollen die anderen starken Teams ärgern“, kündigt Steffan an. Zuversicht gibt ihm die souveräne Bezirksliga-Meisterschaft und die Tatsache, dass bereits zwei Spieler aus seinem Team „Snow Raider“ Bundesligaerfahrung haben. „Wir geben unser Bestes und ich schätze uns stark ein“, sagt Steffan. Wenn die Tagesform stimmt, dann ist nicht auszuschließen, dass die Stadt Meschede bald einen Bundesligisten sein Eigen nennen kann – zwar nicht im Fußball, dafür aber im Soft-Darts.